AG Kulturgeographie

Selbst ist das Dorf?

Resonanzen ehrenamtlichen Engagements in dörflichen Lebenswelten


Projektleitung: Prof. Dr. Florian Dünckmann
Mitarbeiter: Jens Reda (ab 01.07.2021)
 

Verbundpartner: Prof. Dr. Monika Wohlrab-Sahr, Marcus Heinz (Institut für Kulturwissenschaften der Universität Leipzig, Bereich Kultursoziologie)
 

Gefördert im Rahmen des Bundesprogramms für Ländliche Entwicklung (BULE) des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL)
Laufzeit: 2021-2023

 

Das Forschungsvorhaben analysiert die Einbettung ehrenamtlichen Engagements in das soziale Gefüge Dorf. Das Dorf wird dabei als ein konkreter Resonanzraum des Engagements verstanden, d.h. es bildet den Kontext für Praktiken des ehrenamtlichen Engagements und damit zusammenhängende Erfahrungen und wird gleichzeitig mithilfe ebendieser Praktiken und Erfahrungen (re-)produziert. Dörfliche Lebenswelten können demnach sowohl Ausgangspunkt wie auch Zielraum des lokalen Engagements sein. Vor diesem Hintergrund werden die Erfahrungen und Sichtweisen engagierter wie nicht-engagierter Personen in Bezug auf das ehrenamtliche Engagement im Dorf in die Analyse einbezogen. Anhand ausgewählter Dörfer in den Alten und Neuen Bundesländern werden Wechselwirkungen zwischen verschiedenen Formen des Engagements untereinander sowie deren Beziehungen zu unterschiedlichen dörflichen Lebenswelten untersucht. Ziel ist es, mithilfe einer differenzierten Darstellung der Resonanzen, die unterschiedliche Formen des Engagements im sozialen Gefüge Dorf hervorrufen, konkrete Faktoren zu identifizieren, die das Engagement in lokalen Strukturen stärken, erschweren oder verändern.

Das in der AG Kulturgeographie angesiedelte Teilprojekt fokussiert auf periphere und exurbane Kontexte in den Alten Bundesländern und erarbeitet so Grundlagen für einen systematischen Vergleich mit Engagementerfahrungen in den Neuen Bundesländern (Teilprojekt an der Universität Leipzig). Die Erkenntnisse ermöglichen es, Handlungs-empfehlungen für die Gestaltung ländlicher Förderpolitiken zu formulieren, die von den lebensweltlichen Erfahrungen der BewohnerInnen ländlicher Röume ausgehen, in ihrer Zielsetzung jedoch über den lokalen Kontext hinausreichen.

 

Weitere Informationen zum Förderprogramm finden sich hier.