AG Kulturgeographie

03.03.11/Tipp: Landschaften in der Kunsthalle Kiel

03.03.2011

"Die Ausstellung zeigt, inwiefern die Interpretation von Landschaft in der bildenden Kunst auch Ausdruck individuell oder kollektiv erfahrener Realitäten und Utopien, Ängste, Sehnsüchte und Traumata ist. In den rund 250 Kunstwerken sind Landschaftsauffassungen verschiedener Jahrhunderte und so unterschiedliche Medien wie Malerei, Fotografie und Video zu sehen. Manche Werke spiegeln differenziert gesellschafts- und kulturgeschichtliche Entwicklungen oder nehmen diese sogar vorweg. Andere sind träumerische, melancholische oder kritische Gegenbilder zur erlebten Realität."

Der Landschaftsbegriff ist allgegenwärtig in der Geographie - angewandt wird er aber durchaus in äußerst unterschiedlicher Weise. Er hat seine Wurzeln auch in der Landschaftsmalerei. Die Kunsthalle zu Kiel zeigt noch bis 25. April Landschaften in der Kunst.

 

Bleibt eigentlich nur der Hinweis auf die Argumentation des britischen Geographen Denis Cosgrove „that the landscape idea represents a way of seeing – a way in which some Europeans have represented to themselves and to others the world about them and their relationships with it“ (Cosgrove 1998:1) – und die Ausstellung sollte für Geographen eine spannende Exkursion werden.

 

Gunnar Maus

 

Cosgrove, D. (1998): Social Formation and Symbolic Landscape. With a new introduction. 2nd ed. Madison, Wis: Univ. of Wisconsin Press.